Am sonnigen Samstag traten die 2008er gegen den Tabellenführer der Kreisliga 1 an.

Wir kamen gut ins Spiel und hätten nach 2 Minuten schon 2:0 führen können, doch konnte einmal der Torhüter klären und einmal der Abwehrspieler mit Notbremse. Wäre das nicht gleich zu Beginn der Fall gewesen hätten wir natürlich Zeitstrafe gefordert. Hätte man das nur getan denn 2 Minuten später stand es schon 2:0 für die Gegner.
Es folgten nun harte Zeiten für uns weil die Schwieberdinger konsequent weiterarbeiteten und Tor für Tor herausspielten. Wäre ich als SGM-Trainer Talentsichter gewesen, hätte ich beobachten können wie Schwieberdingen alles richtig machte und als SGM-Trainer konnte ich im Spiel unserer Gegner sehen, was wir schon ein halbes Jahr trainieren. Doch hier in höchster Präzision.
Auf Dauer hatte ich den Eindruck die Schwieberdinger bewegten sich wie Achsen und das ging ZackZackZack und ZackZackZack im Vergleich zu unseren, doch sehr talentierten Spielern, betrieben unsere Gegner irgendwie eine andere Sportart. Zumindest was die Bewegungsabläufe anging.
In der E-Jugend ist am Ende der Saison nicht wichtig wer die meisten Tore geschossen hat, denn die Punkte allein zählen für die Meisterschaft. Doch auch als die 10 Tore überschritten waren, schien Schwieberdingen mehr zu wollen.
Unsere Jungs steckten nicht auf und warfen alles rein. Kämpften mit allem was sie hatten. Selbst beim härtesten Körper Einsatz schien Schwieberdingen völlig unbeeindruckt und nahm das gelassen hin. Nicht ganz, denn wenn unsere Spieler sich bei ihren Gegnerspielern beschwerten, kamen dann Nicklichkeiten auf. Wenn der Schiri in die andere Richtung blickte, einen Gehfehler reinziehen, schien Standard zu sein, um unsere Jungs auf die Palme zu bringen. In der Liga wohl normal, doch ließ das meine Jungs nicht kalt. Und als der Körpereinsatz im Strafraum durch unseren 2 Kopf kleineren Verteidiger mit einem theatralischen Fall vom Schwieberdinger Stürmer dankend angenommen wurde ertönte sofort der Pfiff vom Unparteiischen, um auf den Punkt zu zeigen. Spätestens jetzt beim Stand 14:0 entglitt das Treiben auf dem Rasen in eine Farce.
Gott sei Dank versemmelte der Gegner den 9 Meter und es gab etwas Gerechtigkeit.
Wir wollten auch noch ein Tor schießen, doch wurde so verbissen verteidigt, dass unser Stürmer ständig gezogen und alles Mögliche gemacht wurde, um ihn zu stoppen.
Hatte er sich dann beim Schiri beschwert, pfiff der dann auch mal nach Aufforderung, doch brauchte er dafür immer auffällig lange.
Wenn ich meinen Spielern vor Spielbeginn sage jetzt gehen wir da rein und pfetzen, spucken, beißen, kratzen, dann meine ich das zur Einstimmung figürlich, doch schien das in der Liga die Realität zu sein.

Alle Infos zum Spiel auf fussball.de