Unser Verband hat das Jahr 2014 zum „Jahr des Mädchen-Tischtennis“ erklärt. Im Jahr 2014 und auch zukünftig sollen im Verband und in den einzelnen Bezirken spezielle Projekte und Veranstaltungen nur für Mädchen durchgeführt werden um wieder mehr Mädchen für unseren Sport zu begeistern. Denn Tischtennis ist besonders für Mädchen ein idealer Sport: kontaktlos, Kombination aus Einzel- und Mannschaftssport, gesellig, koordinativ anspruchsvoll und man kann TT auch noch mit 93 Jahren spielen, wie die älteste Teilnehmerin, Inge Herrmann aus Deutschland, bei den aktuell stattfindenden Senioren-Weltmeisterschaften beweist. Thomas Kreidler als Bezirksvorsitzender (Jugend) initiierte diesen Mädchentag und wurde super von vier jungen Frauen bei der Durchführung unterstützt. Getreu dem Jahresmotto „Girls go crazy“ versammelten sich 24 Mädchen aus rund 10 Vereinen am vergangenen Samstag in der Stadthalle Heimsheim. Aus Mönsheim waren Maria Garcia und Anna Marie Bauer als „pink ladies“ mit dabei.

 

Übung für exakte Schlägerführung

 

Nach pfiffigen Kennenlern- und Aufwärmspielen wurden, entsprechend des Leistungsniveaus, Paarübungen am Tisch gespielt oder intensives Einzeltraining am Balleimer absolviert.

 

Blick in die Stadthalle Heimsheim

 

Spätestens nach dem gemeinsamen Mittagessen war bei den meisten der Mädchen die Schüchternheit verflogen und man hatte nun gemeinsam noch mehr Spaß mit dem kleinen Ball.

 

Gruppenbild

 

Nach einem Abschlussspiel und dem Gruppenbild waren viele dann überrascht, wie schnell doch die 5 Stunden vorüber gingen. Unseren „pink ladies“ hat es auch toll gefallen. Hier O-Töne einiger Mädchen: „Endlich mal Training ohne die nervigen Jungs“ oder „Wann findet der nächste Mädchen-Trainingstag statt?“. Den Trainerinnen hat es auch viel Spaß gemacht und waren von den Mädchen begeistert. Der nächste Mädchentag wird nächstes Jahr stattfinden – vielleicht sogar schon im Herbst 2014.

 

Lesen Sie auch den Bericht in der Leonberger Kreiszeitung vom 22.05.2014 (mit freundlicher Genehmigung der Leonberger Kreiszeitung).

Die Mönsheimer Kleiderbörse unterstützte in diesem Jahr erneut die SpVgg Mönsheim e.V. bzw. die einzelnen Abteilungen. Die Wahl der Verantwortlichen der TT-Jugendabteilung fiel dann auf einen Midi-Tischtennistisch (kleiner TT-Tisch). Der Tisch soll hauptsächlich bei Werbe- und Mitgliederaktionen zum Einsatz kommen. Fun und große Augen beim Spiel mit dem kleinen Ball und kleinen Tisch sind garantiert.

 

Die TT-Jugendlichen strahlen mit ihren Betreuern um die Wette - im Vordergrund der TT-Midi-Tisch. Bild: Volker Arnold.

 

Die TT-Abteilung bedankt sich sehr herzlich beim Team der Mönsheimer Kleiderbörse für diese Unterstützung.

Fabian Pfeilsticker mit Zeugnis

Im Jahr 2000 war Fabian der erste Mönsheimer, der seinen „Schülermentor“ gemacht hat. Seit November 2009 leitet er nun bereits regelmäßig das Jugendtraining. Vor einiger Zeit hat er sich dazu entschlossen, den 3-wöchigen Trainerlehrgang „C“ zu absolvieren. Die Gebühren übernahm selbstverständlich die Abteilung. In den Faschingsferien stand nun die Prüfungswoche an der Sportschule Albstadt an.

 Die Prüfung umfasste 3 Teile – praktische Lehrprobe mit Videoanalyse, schriftliche und praktische Prüfung. Die Lehrprobe wurde ein Musterbeispiel, so zumindest die Prüfer. Auch die schriftliche Prüfung mit 32 von 34 möglichen Punkten lief super.

 

Im Teil 1 ging es um die Einführung des Plastikballes ab Juli 2014, die der TT-Weltverband beschlossen hat. Aber auch der DTTB ist sehr reformfreudig. Es wird ab der Saison 2014/2015 eine 3. Bundesliga eingeführt. Tischtennis ist eigentlich eine Einzelsportart. Ein Mannschaftsergebnis ist die Summe von einzelnen Individualergebnissen, also Siegen oder Niederlagen. Bereits seit dem Frühjahr 2011 hat das Internetportal myTischtennis.de die Möglichkeit eröffnet, dass in naher Zukunft alle in Deutschland spielberechtigten Spielerinnen und Spieler nach ihren TTRanking-Werten (TTR-Punkte) in einer bundesweiten Rangliste geführt werden. Die persönlichen Punkte errechnen sich ähnlich dem ELO-System, welches aus dem Schachsport bekannt ist.

 

Logo myTischtennis.de

 

In Deutschland gibt es rund 600.000 Mitglieder in Tischtennisvereinen, davon haben ca. 360.000 eine Spielberechtigung, d.h. sie haben die Berechtigung am Spielbetrieb teilzunehmen. Aktuell sind davon rund 285.000 (80%) in myTischtennis gelistet. Als Grundlage von Mannschaftsaufstellungen wird laut Wettspielordnung die individuelle Spielstärke/Spielniveau herangezogen. Damit wird eine bestimmte Fairness und Berechenbarkeit erreicht. Für jeden Spielberechtigten wird regelmäßig ein sogenannter TTR-Wert berechnet, welcher seine momentane Spielstärke belegt. Im Tischtennis gibt es ca. 17 Spielklassen – von der untersten Kreisklasse bis zur Weltspitze. Meiner Meinung nach lassen sich diesen Spielklassen 14-16 Spielniveaus zuordnen, wobei ca. 160 TTR-Punkte einem Niveau entsprechen. In dieser “Deutschlandrangliste“ hat der beste Spieler zurzeit einen TTR-Wert von 2.722 (Timo Boll; Weltrangliste Platz 8). Änfänger steigen mit ca. 600 TTR-Punkten in das Ranking ein. Nun das Interessante bzw. Spannende daran ist, dass z.B. unser aktuell bester Spieler Heiko Gloss, mit 1.830 TTR den 3315. Platz von 285.000 Spielerinnen und Spielern belegt

 

Heiko Gloss

 

und der aktuelle Jugend-Vereinsmeister Nick Helbig mit 926 TTR den Platz 241373.

 

Nick Helbig

 

Momentan sind 11 von 20 Landesverbänden in der BRD bei „myTT“ beteiligt. Die Vereine haben es durch diese Rangliste leichter neue Spielerinnen und Spieler, die z.B. durch Umzug, Berufswechsel, Studium, etc. den Verband wechseln, in ihren Teams einzugliedern. Vor dem Jahr 2011 war dies teilweise schwieriger, weil die direkte Vergleichbarkeit der Spielstärke bei mannschaftsübergreifenden Wechseln und unterschiedlichen Spielklassen nicht immer einfach war. Nun kann jeder Spielberechtigte durch Spaß, Fleiß und Ehrgeiz im Training sein Spielniveau verändern und sich deutschlandweit vergleichen.

 

Mal schauen, wie sich der Sport in den kommenden Jahren noch weiter wandelt. Aber eines ist sicher – Tischtennis ist immer für Überraschungen und Abwechslung gut.

Der Ursprung der Sportart liegt im Jahr 1874 in England. In der nun 140-jährigen Geschichte des Sports gab es in den letzten 15 Jahren gravierende Änderungen, durch Entscheidungen des Weltverbandes (ITTF). Diese Entscheidungen sind natürlich auch für die nationalen Verbände (z.B. DTTB) verbindlich und müssen umgesetzt werden. Seit Oktober 2000 wird weltweit mit Bällen, die einen Durchmesser von 40mm (vorher 38mm) haben gespielt. Man wollte dadurch das Spiel verlangsamen. Nur ein Jahr später folgte wohl die bis dahin tiefgreifendste Änderung. Jeder wusste, dass im Tischtennis bis 21 gezählt wird. Seit 2001 geht ein Satz gewöhnlich nur noch bis 11 Punkte. Die Absicht dahinter war, dass man das Spiel spannender und kurzweiliger machen wollte. Nun steht der Wegfall eines weiteren typischen Merkmals der Sportart Tischtennis an. Ab Juli 2014, mit einer gewissen Übergangsphase, ist nur noch der neue Plastikball erlaubt und der altbekannte Zelluloidball (seit 1890) hat ausgedient. Hier ist der Grund aber nicht der Öffentlichkeitswirkung geschuldet, sondern liegt einfach daran, dass sich die Flugunternehmen in den letzten Jahren zunehmend geweigert haben, TT-Bälle zu transportieren, weil die Herstellung von Zelluloid in weiten Teilen der von Nitroglycerin ähnelt und daher bei großen Mengen eine gewisse Explosionsgefahr bestünde. Im 2. Teil gibt es Neuigkeiten zu Reformen, die nur die in Deutschland spielenden Spielerinnen und Spieler betreffen.